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Das Meer

Ich schaue auf das weite, vertraute Meer.
In einem rhythmischen Tanz erheben sich die Wellen,
wie von einer uferlosen Sehnsucht getrieben.

Ein endloser Rhythmus, der mich an etwas erinnern lässt,
das ich weder benennen noch beschreiben kann und zugleich tief in mir trage.

Je länger ich hinschaue, 

desto mehr vermischen sich die Eindrücke mit meinen Gedanken, und ich verliere mich im Rauschen dieser Wellen:

So als wären die Bewegungen meine eigenen,
ohne dass ich mich bewege.​

Und so als würde mir das Meer eine Erkenntnis zuflüstern,
die ich zu begreifen versuche,
sie mir aber immer wieder entgleitet,
wie ein Takt, der sich mit der nächsten Welle verändert.

Und in diesem Augenblick,
während ich auf das weite, vertraute Meer schaue,
überkommt mich die Einsicht,

dass ich diesem Meer immer wieder begegnen werde,

es sich mir aber mit jeder Welle immer wieder neu offenbaren wird.

April 7, 2021 | gianna laganà
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